Stilmerkmale des Jugendstils

9 September 2025 10:00
Der Name Jugendstil stammt von der Kunst- und Literaturzeitschrift „Die Jugend“, die ab 1896 in München erschien. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Arts-and-Crafts-Bewegung zur Jugendstil-Strömung. Die Zeitschrift fiel durch ihr eigenwilliges Layout auf und trug zum Dialog über Schönheit und Kunst, aber auch zu gesellschaftlichen Fragen bei.

Peitschenhieb-Motiv

Wellenförmige, asymmetrische Linien, oft inspiriert von Pflanzen und Blumen, sind charakteristisch für den Jugendstil. Peitschenhieb-Linien wurden häufig in Ornamenten, Glasmalereien, Möbeln, Schmuck und anderen dekorativen Künsten verwendet. Die schwungvollen Linien erinnern an die Bewegung einer Peitsche und vermitteln ein Gefühl von Bewegung und Dynamik. Im Volksmund wird auch von Spaghetti-Stil gesprochen.

     

Geometrischer Jugendstil

Eine weitere beliebte Form der Verzierung waren geometrische Figuren, manchmal in Form von Würfeln oder einer Reihe von Würfeln. All dies in Kombination mit den für den Jugendstil so charakteristischen verspielten und schwungvollen Linien.

Die Sprache des Fächers

Fächer wurden früher als Kommunikationsmittel verwendet und waren ein Instrument der Verführungskunst. Damen konnten damit diskret Signale geben. Fächerformen waren im Jugendstil sehr beliebt. Das zeitlose Motiv wirkt modern und erfreut sich anhaltender Beliebtheit.

Die Natur als Inspirationsquelle

Anmutige, geschwungene Linien von Pflanzen bilden oft den Ausgangspunkt für Jugendstil-Designs. Lampen mit floralen Verzierungen sorgen für das typische Jugendstil-Feeling. Denken Sie beispielsweise an die Wildpflanze Wiesenkerbel und ihre „Schirme”, die aus mehreren Blüten bestehen. Auch die Form der Lampenschirme ist der Natur nachempfunden und erinnert an einen Pilz.

  

Für alle, die gerne einen kulturellen Ausflug machen, ist die deutsche Stadt Weimar und ihre Umgebung auf jeden Fall empfehlenswert. Es gibt dort eine Reihe von Straßen mit interessanten Jugendstilgebäuden, die meist von Rudolf Zapfe entworfen wurden. Erwähnenswert ist auch, dass der große belgische Designer Henri van de Velde dieser berühmten Stadt seinen Stempel aufgedrückt hat.

Sie werden die Kollektion von Art Deco Webwinkel mit anderen Augen betrachten. Lassen Sie sich inspirieren!